Liebe Schulgemeinschaft,

hier finden Sie die Informationsbriefe 1 bis 8 vom 24.3.20 bis zum 1.5.2020 während der Corona-Zeit.

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8. Informationsbrief

01.05.2020

Liebe Eltern der FWS Touler Straße, liebe SchülerInnen der Klassen 10 bis 12,

schon wieder die Schule?

Wir bitten um Verständnis, dass wir uns vor dem Wiedereinstieg in den Unterricht am Montag, 4. Mai noch einmal bei Ihnen melden. Wir haben großen Respekt vor der Aufgabe in der nächsten Woche! Deswegen haben wir gestern auch mit über 30 LehrerInnen unserer Schule eine Videokonferenz mit einem ärztlichen Direktor eines Krankenhauses organisiert und über die notwendigen Hygiene-Bedingungen diskutiert. Er hat uns dringend ans Herz gelegt, den Mund-Nasen-Schutz verpflichtend für Schulgebäude und auch Klassenraum für LeherInnen und SchülerInnen zu machen. Wir haben uns entschieden, dieser Empfehlung zu folgen. Wir hoffen insbesondere, dass wir mit dieser Schutzmaßnahme die Wahrscheinlichkeit gering halten, dass der Schulbetrieb gleich wieder geschlossen wird, falls bei uns ein Covid 19-Fall bei einer/m SchülerIn oder LehrerIn auftritt. Das Gesundheitsamt wertet zumindest im Krankenhaus die Stringenz des Mundschutz-Einsatzes als wichtiges Kriterium bei den Quarantäne-Konsequenzen in einem Covid-Fall.

Gehen Sie bitte davon aus, dass wir nicht unter Regelungswut leiden. Niemandem von uns macht es Spaß mit Mundschutz zu leben, aber wir möchten unser besonderes Wiedereinstiegsverfahren, das uns die Schulbehörde dankenswerter Weise zugelassen hat, nicht gefährden. Wir erhöhen damit die Sicherheit, dass wir trotz eines Corona-Falls den Schulbetrieb weiter führen dürfen.

In der Konsequenz heißt das für die SchülerInnen:

  • Jede/r SchülerIn muss einen Mund-Nasen-Schutz mit zur Schule bringen und ihn ab Touler Straße nutzen. (Wir erhalten voraussichtlich Mitte nächster Woche auch noch von Schuleltern gespendete Masken zur zusätzlichen Ausgabe in der Schule).
  • SchülerInnen (bzw. deren Eltern), die sich diese Nutzung eines Mund-Nasen-Schutzes nicht vorstellen können, müssen zu Hause bleiben.

Wir hoffen, dass Sie unsere Entscheidung mittragen können! Natürlich beobachten wir die weitere Entwicklung und nehmen Anpassungen vor, so sie sinnvoll erscheinen.

Heute sind wir von Schuleltern auf ein nettes Mundschutz-Erklär-Video für Kinder des Bundesgesundheitsministeriums aufmerksam gemacht worden, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.  Sie finden es hier.

Wir wünschen Ihnen einen schönen, wenn auch ungewöhnlichen 1. Mai, eine schönes Wochenende und freuen uns auf unsere SchülerInnen am Montag,

mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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7. Informationsbrief

Bremen, 29.04.2020

Liebe Eltern der FWS Touler Straße, liebe SchülerInnen der Klassen 10 bis 12,

wir freuen uns sehr, dass wir schon heute die 11. Klasse empfangen durften und ab dem 4. Mai 2020 dann schrittweise alle unsere Schülerinnen und Schüler wieder treffen dürfen. Aber – zugegeben – haben wir auch großen Respekt vor der Aufgabe, mit Abstandsregelung Unterricht zu geben. Es ist Freude und Herausforderung zugleich.

Weil wir es auch als eine große Herausforderung empfinden, möchten wir Sie und Euch dringend um Unterstützung bitten:

  • Grundsätzlich gilt: Kinder, die nicht 100 % gesund sind, dürfen nicht in die Schule kommen.
  • Weiterhin: Wir versuchen eine gute Kombination aus Präsenzunterricht und Homeschooling zu erproben. Eltern, die ihre Kinder - aus welchen Gründen auch immer - nicht gerne in der Schule sehen, können die Kinder zu Hause behalten. Schulpflicht ist der Gesundheitsfürsorge nachgeordnet.
  • In den Klassenräumen werden wir ohne Mundschutz sitzen. Wir möchten Sie nur bitten, Ihren Kindern einen Mundschutz mitzugeben, damit sie beim Ankommen, Warten, Betreten und Verlassen des Schulgebäudes einen Mundschutz tragen. Wir beobachten die weiteren Entwicklungen zur Mundschutznutzung und passen sie ggf. an.
  • Auf dem Schulweg sollten Sie Ihre Kinder anhalten Abstandsregeln einzuhalten. Nach Möglichkeit sollte die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vermieden werden. Eltern und Begleitpersonen dürfen das Schulgebäude nicht betreten.
  • Die SchülerInnen sollten Essen und Getränk dabeihaben. Die Pause wird im Klassenraum verbracht. Wir werden versuchen für Bewegung während der vier Stunden Unterricht zu sorgen, dies aber gestaffelt nach Halbgruppen.
  • In der Anlage finden Sie und findet Ihr einen Hygiene-Plan Corona z.K. Wir haben den Muster-Hygieneplan der Senatorin für Kinder und Bildung geringfügig angepasst (vgl. Anlage 1).

 Wie wird ab dem 4. Mai 2020 der Schulbetrieb für wen aussehen?

  • Der Unterricht findet in Halbgruppen in den Klassenräumen statt.
  • Es gibt morgens eine „Unterrichtsschicht“ von 8.00 Uhr bis 11.35 Uhr und mittags / nachmittags eine von 12.30 Uhr bis 16.00 Uhr.
  • Welche Klassen wann Präsenz-Unterricht haben, zeigt der Plan im Anhang (vgl. Anlage 2). Uns gelingt es auch bei Zwei-Schicht-Betrieb nicht, alle Klassen in einer Woche zu bedienen. Vom 4. Mai bis 8. Mai werden die 6. und die 7. Klasse vom Präsenzunterricht ausgenommen, vom 11. Mai bis 15. Mai ist die 4. Klasse ausgenommen. Stundenpläne für die Wochen danach übersenden wir später und lassen die „Präsenz-Verzichtswochen“ immer zwischen Klassen rotieren.
  • Die 1. Klasse ist erst einmal vom Präsenzbetrieb ausgeschlossen und wird weiter im Homeschooling engagiert betreut.
  • Wir empfangen die Kinder vor dem Schulgebäude und schicken sie mit den notwendigen Abständen zum Hockeyplatz auf dem Schulhof. Dort werden sie sich nach den aktuellen Hygieneregeln aufstellen und anschließend in Gruppen und über verschiedene Eingänge in die Klassen geleitet.
  • Diese Ankommensprocedere gelingt nur, wenn alle Kinder pünktlich vor dem Schulgebäude ankommen: Morgens heißt das: 7.50 Uhr an der Touler Straße. Mittags heißt das 12.20 Uhr an der Touler Straße.
  • Wir müssen auf Pünktlichkeit drängen, weil wir das anders nicht in den Griff bekommen.
  • Wir sorgen für ausreichend Frischluft in den Klassen.

Für alle weiteren Informationen und Konkretisierungen sind die KlassenbetreuerInnen und KlassenlehrerInnen Ihre Ansprechpartner. Wir möchten noch einmal hervorheben, dass wir der Schulbehörde dankbar sind für die Genehmigung dieses individuellen Wiedereinstiegskonzept.  Wir sind uns des Vertrauensvorschusses bewusst und möchten Sie bitten uns dabei zu unterstützen, dass uns gemeinsam dieser Versuch gelingt.

Die Notbetreuung geht weiter, wir sind allerdings an unseren Kapazitätsgrenzen. Durch den Unterrichtsplan gibt es veränderte Bedarfe. Melden Sie bitte Ihre Bedarfe frühzeitig an.

Und nun zum Schluss noch ein „Video-Gruß aus der Küche“ von unserem Koch Gerold Gast. Wir haben uns überlegt, ab und zu mal ein Video mit Eindrücken aus der Schule mitzuschicken. Gerold Gast macht den Anfang und hat für Sie und Euch ein schmackhaftes Müsli-Rezept parat.  Zum Video führt dieser Link

Mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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6. Informationsbrief

Bremen, 24.04.2020

Liebe Eltern der FWS Touler Straße, liebe Schüler*innen der Klassen 10 bis 12,

wahrscheinlich für die meisten von Ihnen und Euch unbemerkt ist in dieser Woche wieder ein wenig Leben in unserem Schulgebäude eingekehrt. Die Abiturprüfungen haben begonnen und wir wünschen natürlich allen unseren Abiturient*innen eine gute Konzentration und viel Erfolg bei den Prüfungen!

Bestimmt verfolgen auch Sie und verfolgt Ihr regelmäßig und mit großem Interesse die Presseinformationen zum geplanten Wiedereinstieg in den Schulbetrieb, bei dem die Abschlussklassen im Fokus stehen. Wir dürfen hiermit mitteilen, dass die senatorische Behörde für Kinder und Bildung uns gestern einen Sonderweg beim Wiedereinstieg in den Schulbetrieb genehmigt hat.

Kurze Hintergrundinformationen und Einschätzungen vorweg:

  • Die Schulbehörde hat ja allgemein und unter anderem auch in einem Presseartikel im WESER-KURIER am 23.4.2020 deutlich gemacht, dass sie individuelle Konzepte der Schulen beim Wiedereinstieg fördert, weil die Bedingungen außerordentlich unterschiedlich sind. Das gilt ja zumindest in Bezug auf die Raumsituation für alle Staatsschulen und für die Schulen in freier Trägerschaft.
  • Bei den drei Freien Waldorfschulen in Bremen besteht zusätzlich die Besonderheit, dass wir ein durchgängiges Bildungskonzept von Klasse 1 bis 12 verfolgen und daher für uns die 4. und 5. Klassen keine Abschlussklassen sind und deren bevorzugte Beschulung mit Präsenzunterricht wenig nachvollziehbar wäre. Gleichzeitig ist unsere Abschlussklasse (MSA) nicht die 10., sondern die 11. Klasse.
  • Vor dem Hintergrund dieser besonderen Ausgangsbedingungen haben wir als FWS Touler Straße der Schulbehörde am Mittwoch ein individuelles Wiedereinstiegskonzept vorgelegt, das die Behörde dann nach nicht mal 24 Stunden genehmigt hat. Wir haben das vorgeschlagene Konzept auch mit den FWS Bremen-Osterholz und Bremen-Nord besprochen, sind aber zu dem Ergebnis gekommen, dass jede Waldorfschule ihr individuelles Konzept beantragt.
  • Wir möchten es nicht versäumen hervor zu heben, dass wir der Schulbehörde außerordentlich dankbar sind, dass sie uns dieses Wiedereinstiegskonzept genehmigt hat und wir damit eine besondere Herangehensweise erproben dürfen, von der auch wir natürlich heut nicht sicher sagen können, dass sie uns gelingt. Wir sollten die Genehmigung aber als Vertrauensvorschuss betrachten, der uns anspornt, die notwendigen Hygienebedingungen einzuhalten.

Nun zum genehmigten Wiedereinstiegskonzept:

Phase 1: 29. und 30.4.2020:

  • Die Klasse 11 ist für uns die Abschlussklasse, die am 29.4.2020 und 30.4.2020 in Halbgruppen beschult wird. Am 27. und 28.4.2020 finden im Schulgebäude noch Abiturprüfungen statt, weshalb wir an diesen Tagen den Wiedereinstieg für die 11. Klasse noch nicht anbieten können.

Phase 2: ab 4. 5.2020:

  • Ab dem 4.5.2020 erfolgt ein Wiedereinstieg in den Unterrichtsbetrieb, der gewährt, dass niemals mehr als 25 % der gesamten Schülerschaft im Schulgebäude anwesend sind einschließlich der Notbetreuung. Diese 25 % sind eine Vorgabe der Schulbehörde auch für die Grundschulen. An dieser Vorgabe haben wir unser Konzept ausgerichtet und einen Probestundenplan erstellt, mit dem wir die 25 % jederzeit einhalten können.
  • Wir bieten einen Zwei-Schicht-Betrieb an, der am Vormittag für jüngere Schüler und am Nachmittag für ältere Schüler jeweils 4 Stunden in Halbgruppen Unterricht vorsieht (8.00 Uhr bis 11.35 Uhr, 12.30 Uhr bis 16.00 Uhr). Zwischen den Schichten liegt eine ausreichende Zeit von 55 Minuten, in der gesichert ist, dass die Schule „leer“ ist und das Reinigungspersonal eine Reinigung von Toiletten, Waschbecken und von Tischen vornehmen kann. Mit dem Zwei-Schicht-Betrieb in Halbgruppen werden wir es nicht schaffen, jede Klasse in jeder Woche zu beschulen, aber die große Mehrheit.
  • Die 1. Klasse wird erstmal in der Startphase vom Schulbetrieb im Schulgebäude ausgenommen, weil hier die Hygienebedingungen nicht eingehalten werden können.
  • Die Entfernung von Schülern von 1,5 bis 2 Metern wird in den Klassenräumen gesichert. Die Schüler erhalten von der Schule – falls selbst nicht vorhanden – Mundschutz. Der Mundschutz muss von den Kindern verpflichtend im Schulgebäude getragen werden. Für große Halbgruppen nutzen wir die großen Funktionsräume mit wie Aula und Mensa.

Glauben Sie uns: Es liegt noch viel Arbeit in der nächsten Woche vor uns, um den Plan in die Tat umzusetzen. Insbesondere, weil natürlich auch in unserem Kollegiumskreis Risikopatienten vertreten sind, die unter den gegebenen Bedingungen vom Präsenzunterricht vernünftigerweise befreit sind. Und weil wir Kolleg*innen mit kleinen Kindern haben, die wie vielleicht auch viele von Ihnen auf keine Kinderbetreuung zurückgreifen können und daher im Präsenzunterricht-Einsatz eingeschränkt sind. Wir bitten zu würdigen, dass sich das Kollegium prinzipiell einen Zwei-Schicht-Betrieb vorstellen kann, der nicht wenigen Mitarbeiter*innen eine nicht unerhebliche Anzahl von Freistunden zwischen den eigentlichen Unterrichtstunden beschert.

Lassen Sie uns abschließend festhalten:

  • Die 11. Klasse kommt nächsten Mittwoch und Donnerstag und wird gesondert über Klassenverteiler angeschrieben.
  • Wir erarbeiten in der nächsten Woche das Konzept für die Folgewochen und informieren Sie gegen Ende der Woche.
  • Das Oberstufenkollegium ist im regen Austausch mit den Schüler*innen der Oberstufe und bespricht mit ihnen die Einzelheiten zum Präsenz- und Online-Unterricht.
  • Die Notbetreuung geht weiter, wir sind allerdings an unseren Kapazitätsgrenzen. Bei dringendem Bedarf melden Sie sich bitte bei susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de.
  • Bitte berücksichtigen Sie: Am Montag, 27.4. und Dienstag, 28.4. sind Abiturprüfungen im Schulgebäude. Wir bitten davon abzusehen, dann im Schulgebäude irgendwelchen Materialaustausch etc. zu organisieren. Unsere Abiturient*innen benötigen Ruhe!
  • Und: Die Schulküche werden wir in absehbarer Zeit nicht öffnen dürfen.

Auch wenn unser Plan von der Behörde genehmigt wurde, ist es natürlich möglich, dass es bis zur Umsetzung noch veränderte Vorgaben geben wird, die wir berücksichtigen müssen und heute noch nicht absehen können. Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Ansonsten geht es uns wahrscheinlich wie Ihnen auch: Die Zeit ist herausfordernd, die Zukunft ist unsicherer als wir das gewohnt sind und deswegen brauchen wir uns gegenseitig mehr denn je. Wir freuen uns alle, dass wir langsam wieder einsteigen dürfen, auch wenn wir wahrscheinlich noch lange Zeit von Normalität weit entfernt bleiben werden.  Insbesondere freuen wir uns alle, demnächst wieder Ihre Kinder in der Schule begrüßen zu dürfen, wenn auch erstmal in „geringer Dosierung“,

Mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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5. Informationsbrief

Bremen, 20.04.2020

Liebe Eltern der FWS Touler Straße,

wir schon wieder, der Corona-Stab :). Wie werden Sie ab jetzt nicht täglich behelligen, haben aber wenige Informationen,  über die wir Sie kurz informieren möchten.

  • Vorbereitung auf den schrittweisen Wiedereinstieg in den Unterrichtsbetrieb:
    Wir beraten gerade intern, welches Konzept wir der Schulbehörde vorschlagen werden. Laut Schulbehörde starten die 10. Klassen (Abschlussklassen der Regelschulen) am 27. April, wenn kein Abitur das Schulgebäude belegt. Bei uns macht die 11. Klasse den MSA. Wir werden also bei der Schulbehörde beantragen, dass wir mit der 11. Klasse ab dem 29.4.2020 schrittweise unter den geforderten Bedingungen beginnen, weil bei uns das Schulgebäude durch Abitur am 27.4. und 28.4. belegt ist. Für die weitere Öffnung ab dem 4.5.2020 überlegen wir gerade an einer Zwei-Schicht-Lösung in Halbgruppen. Wir können das Schulgebäude ja grundsätzlich zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr ausnutzen. Welches Konzept dabei herauskommt und welches wir durch die Schulbehörde genehmigt bekommen, berichten wir Ihnen sobald wie möglich, voraussichtlich aber erst Ende der Woche, für Mai wahrscheinlich erst nächste Woche.
  • Wir haben mittlerweile so viele Anmeldungen für die Notbetreuung, dass wir mit zwei Betreuern zwei Gruppen einrichten. Das bringt uns schon an unsere Grenzen, weil wir die Abstandsregeln im Hortgebäude einhalten müssen.  Grundsätzlich gilt mit Schreiben der Bildungsbehörde am Freitag: „Vorrangig betreut werden nach wie vor Kinder, deren Eltern in Betrieben der kritischen Infrastruktur tätig sind. Dabei reicht es künftig aus, dass nur ein Elternteil dort beschäftigt ist und der/die zweite Erziehungsberechtigte berufstätig ist und eine private Betreuung des Kindes nicht möglich ist. Für Alleinerziehende gilt dies entsprechend. Zur Härtefallreglung gibt es folgenden Hinweis: Kinder, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind, können als Härtefall aufgenommen werden. Kinder, die über das Case Management (Jugendamt) analog zu den Kindern mit Schutzkonzepten gemeldet werden, können ebenfalls als Härtefall aufgenommen werden. Darüber hinaus sollen zu den zuvor genannten möglichen Notdienstansprüchen auch Kinder von Erziehungsberechtigten aufgenommen werden, die alleinerziehend sind oder bei denen beide Erziehungsberechtigten berufstätig sind und keine private Betreuungsmöglichkeit haben. Dies gilt nur für Kinder bis einschließlich der sechsten Jahrgangsstufe. Wir appellieren an die Eltern, hiervon nur bei dringendem Bedarf Gebrauch zu machen, da es sich weiter nur um eine Notbetreuung handeln kann.“
    Als Anmeldefrist wurde der heutige Montag im Schreiben der Behörde gesetzt. Wir verzichten auf diese Fristsetzung. Wenn es dringenden Bedarf Ihrerseits gibt, geben Sie Bescheid per Mail unter susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de. Wir haben entsprechende Listen zu führen und der Behörde zu übergeben. Wir sind ausdrücklich angehalten die Notbetreuung auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und kleine Gruppen zu bilden. Natürlich möchten wir aber unsere Eltern und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unterstützen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, ggf. auch außerhalb der eigentlich von der Schule zu verantwortenden Zeiten.

 Wir hoffen, Sie und Ihre Kinder sind alle wohlauf,

mit freundliche Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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4. Informationsbrief

Bremen, 17.04.2020

Liebe Eltern der FWS Touler Straße,

leider haben auch wir keine detaillierteren Kenntnis über das Verfahren der schrittweisen Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai 2020 (ggf. ab dem 27. April). Wir erwarten erste Konkretisierungen heute oder in der nächsten Woche. Aktuelle Informationen der Bremer Bildungsbehörde finden Sie immer hier. Selbstverständlich halten wir Sie mithilfe von Informationsbriefen wie diesem auf dem Laufenden.

Wir werden uns aktiv darum bemühen, dass die Besonderheiten unserer Waldorfschule bei der schrittweisen Öffnung Berücksichtigung finden. Ob uns das gelingt, können wir natürlich nicht versprechen. Wir werden aber bei der Behörde darauf hinwirken, dass Abschlüsse in den Klassen 4 und 10 bei uns keine Relevanz aufweisen und daher als Auswahlgesichtspunkt für bevorzugte Präsenz-Beschulung für uns keine Rolle spielen können. Stattdessen erarbeiten wir gerade ein individuelles Konzept der schrittweisen Öffnung unserer Schule, das wir in der nächsten Woche der Bildungsbehörde zuleiten werden.

Neben dem Schulbetrieb sind ja bekanntlich auch Hort und Warteklasse geschlossen. Während das Kollegium sich um ein für die jeweilige Altersstufe angemessenes Homeschooling-Konzept bemüht, können wir außer der behördlich zugelassenen Notbetreuung keine Leistung im Hinblick auf Hort und Warteklasse anbieten. Der Vorstand hat daher entschieden, auf die Hortbeiträge im April 2020 zu verzichten. Wir wählen dabei den für das Schulbüro organisatorisch einfacheren Weg, anstelle einer Erstattung der eingezogenen Hort- und Warteklassenbeiträge für April auf den Einzug der Beiträge für Mai 2020 zu verzichten. Wie es mit diesen Betreuungsangeboten weitergehen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Uns ist bewusst, dass diese besonderen „Corona-Lebensbedingungen“ für viele von Ihnen eine große Herausforderung darstellen. Insbesondere die Unsicherheit, wie es denn nun in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht, belastet Sie und uns und fordert ein Höchstmaß an Flexibilität. Wir üben uns gerade in dieser Flexibilität und hoffen, Ihren Kindern und Ihnen eine für die besonderen Bedingungen „gute Schule“ sein zu können.

Und nun noch ein weiterer Hinweis:

·         Wir bieten nach wie vor Notbetreuung für möglichst klein zu haltende Gruppen von Kindern der Klassenstufen 1 -8 an, deren Erziehungsberechtigte zur Aufrechterhaltung der sogenannten kritischen Infrastruktur dringend an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Wenn Sie Bedarf haben und zu den einbezogenen Berufsgruppen zählen, melden Sie Ihre Kinder mit genauer Berufsangabe und mit Tag und Dauer des Betreuungsbedarfs per Mail unter susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de an. Wir haben entsprechende Listen zu führen und der Behörde zu übergeben. Wir sind ausdrücklich angehalten die Notbetreuung auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und kleine Gruppen zu bilden. Natürlich möchten wir aber unsere Eltern und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unterstützen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, ggf. auch außerhalb der eigentlich von der Schule zu verantwortenden Zeiten.

Wir hoffen, Sie und Ihre Kinder sind alle wohlauf,

mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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3. Informationsbrief

Bremen, 08.04.2020

Liebe Eltern der FWS Bremen Touler Straße,

auch wir wüssten gerne, wie sich die verordnete Kontaktarmut mit Schulschließung in den nächsten Wochen entwickelt. Leider haben aber auch wir keine weitergehenden Informationen als die, die wir gemeinsam der Presse und anderen Informationsmedien entnehmen können. Bislang gilt die Bremische Ordnungsverfügung bis zum 19. April 2020. Für die nächste Woche lautet sie ab Mittwoch, 15.4.2020: keine Ferien, aber auch kein Unterricht im Schulgebäude.

Uns ist allen bewusst, wie anstrengend diese kontaktarme Zeit für alle Eltern mit Kindern ist. Viele KollegInnen mit Kindern erleben den Spagat zwischen Erwerbsarbeit daheim bei Anwesenheit der Kinder ja gerade selbst. Bei manchen von Ihnen wird noch zusätzlich die Angst um den Arbeitsplatz bzw. existenzbedrohende Einnahmeverluste hinzukommen.

Das Kollegium bereitet sich nun flexibel auf unterschiedliche Szenarien vor. Wenn die Eindämmung des Corona-Virus dazu führt, dass wir bald wieder – vielleicht langsam einsteigend – Präsenzschule starten können, wären wir natürlich alle glücklich. Sollte aber die Schulschließung noch länger andauern, sind wir auch darauf vorbereitet.

Das Kollegium hat Teile der Osterferien genutzt, um sich untereinander klassenbezogen im Hinblick auf die Ausgestaltung des Homeschoolings abzustimmen. Weiterhin wurden technische Hilfsmittel für das Homeschooling insbesondere in Mittelstufe und Oberstufe erprobt und werden eingeführt.

·         Zoom-Videokonferenzen: Um einen direkten Austausch mit SchülerInnen zu ermöglichen, werden einige LehrerInnen insbesondere in der Oberstufe Videokonferenzen mit Zoom einsetzen.

·         Digitale Lernplattform ITSLearning: Unsere Schule hat nach einem kurzen, intensiven und systematischen Auswahlverfahren entschieden, eine Lizenz für die Lernplattform ITSLearning anzuschaffen. Der Einsatz wird in dieser Woche vorbereitet, indem interessierte LehrerInnen erste Schulungen erhalten und wir morgen Abend allen SchülerInnen der Klassen 8 bis 12 eine Zugangsinformation per Mail schicken. Voraussichtlich werden erstmal nur wenige LehrerInnen mit dieser Lernplattform experimentieren, wir bereiten aber den potenziellen Einsatz für alle SchülerInnen der Klassen 8 bis 12 vor.

Welche technischen Voraussetzungen sind dafür nötig? Am besten wäre für Videokonferenzen ein internetfähiger PC/Notebook mit Webcam/Headset. Integrierte Lautsprecher und Mikros reichen aber auch. Und Zoom ist auch über Tablet und Smartphone nutzbar. Für den Einsatz von ITSLearning gilt auch, dass internetfähiger PC/Notebook gut wäre, grundsätzlich ist die Lernplattform auch über das Tablet/Smartphone bedienbar. Die Möglichkeit zur Erstellung digitaler Dokumente (word/libre office bzw. vergleichbares) ist wichtig; ein Drucker ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Aber bitte keine Angst: Der Einsatz der Hilfsmittel wird begrenzt sein, sowieso auf die oberen Klassen. Und melden Sie sich bei uns, wenn Sie Unterstützung benötigen.

Und nun noch Hinweise jenseits des Homeschoolings:

  • Zu den Abschlüssen (MSA, Abitur) informieren wir gezielt die Klassen, die davon betroffen sind und verzichten auf Hinweise in diesen allgemeinen Elterninformationen.
  • Wir bieten nach wie vor Notbetreuung für möglichst klein zu haltende Gruppen von Kindern der Klassenstufen 1 -8 an, deren Erziehungsberechtigte zur Aufrechterhaltung der sogenannten kritischen Infrastruktur dringend an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Wenn Sie nach den Ferien Bedarf haben und zu den einbezogenen Berufsgruppen zählen, melden Sie Ihre Kinder mit genauer Berufsangabe und mit Tag und Dauer des Betreuungsbedarfs per Mail unter susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de an. Wir haben entsprechende Listen zu führen und der Behörde zu übergeben. Wir sind ausdrücklich angehalten die Notbetreuung auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und kleine Gruppen zu bilden. Natürlich möchten wir aber unsere Eltern und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unterstützen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, ggf. auch außerhalb der eigentlich von der Schule zu verantwortenden Zeiten.

Wir haben in den Ferien versucht, uns angemessen auf die anhaltende Schulschließung vorzubereiten und dafür geeignete Konzepte zu entwickeln. Trotzdem ist das alles noch Experimentierstadium und wir bitten Sie um Verständnis und Wohlwollen, falls nicht alles reibungslos klappt. Dafür Danke vorab.

Wir bemühen uns, Sie über Mails und die Homepage der Schule immer aktuell zu halten. Wenn Sie Anliegen haben, melden Sie sich bitte über die eMail-Adressen susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de oder kontakt@freie-waldorfschule-bremen.de.

Noch eine Bitte: Bitte prüfen Sie regelmäßig Ihre E-Mail-Postfächer bzw. achten Sie darauf, dass diese nicht überlaufen. Unser Kollegium erhält immer wieder Fehlermeldungen auf Grund überfüllter Postfächer. Auch dafür ein Dank vorab!

Wir hoffen, Sie und Ihre Kinder sind alle wohlauf,

mit freundliche Grüßen vom „Corona-Stab"

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2. Informationsbrief

Bremen, 29.03.2020

Liebe Eltern der FWS Bremen Touler Straße,

Sie haben alle die Waldorfschule für Ihre Kinder nicht wegen des ausgefeilten Homeschooling-Konzeptes gewählt. Unsere Philosophie - und hoffentlich auch unsere Stärke - ist es, in persönlicher Begegnung die SchülerInnen auf Ihrem Weg ins Leben mit altersgemäßen Bildungsangeboten zu unterstützen. Die Ausbildung sozialer Fähigkeiten und die Bildung einer Gemeinschaft spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die individuelle Ansprache.  Wir stellen fest, dass die coronabedingte Homeschooling-Situation uns vor eine besonders große Herausforderung stellt, diese Ansprüche einzulösen.

In den letzten beiden Wochen haben wir viel experimentiert. Dabei ist natürlich nicht alles rund gelaufen: Zu viele Aufgaben, zu wenige Aufgaben, noch für die Klassen unkoordinierte Tages- oder Wochenpläne, technische Probleme. Besonders schmerzt es aber alle Lehrerinnen und Lehrer, dass sie nicht in den unmittelbaren Kontakt mit ihren SchülerInnen gehen können. Die ersten Erfahrungen mit Videokonferenzen mit SchülerInnen-Gruppen der Oberstufe stimmen hoffnungsvoll, können aber die persönliche Begegnung nicht ersetzen.

In unserer nunmehr ersten Kollegiumskonferenz als Zoom-Videokonferenz gestern mit 43 TeilnehmerInnen (!) haben wir versucht, die aktuelle Lage zu besprechen und was wir uns nun vornehmen. Dabei stand die Situation in Ihren Familien und von Ihren Kindern im Mittelpunkt:

  • Dem Kollegium ist bewusst, dass die Reduzierung der Sozialkontakte auf das familiäre Umfeld für alle eine sehr große Herausforderung darstellt. Vielfach sind Eltern zu Hause und müssen Kinderbetreuung und Arbeiten an einem Heimarbeitsplatz miteinander in Einklang bringen (wie übrigens auch nicht wenige LehrerInnen Ihrer Kinder). Hinzu kommen teilweise existentielle Zukunftssorgen im Hinblick auf Arbeitsplatz und Einkommen. Das bedarf einer guten Organisation und Homeschooling muss das in Maß und Zeitpunkt berücksichtigen.
  • In der Lehrerschaft wie bei den SchülerInnen ist die Ausstattung mit technischen Geräten und die Vorerfahrung im Umgang damit sehr unterschiedlich. Diese Dinge gehörten nach bisherigem Verständnis zum Privatbereich und es gab keine Verpflichtung oder Unterstützung in diese Richtung von Seiten der Schule, dass LehrerInnen mit digitalen Medien unterrichten oder sie zur Kommunikation mit SchülerInnen nutzen. Nun geht es nicht anders.

Für die nahe Zukunft hat das Kollegium zusammen mit dem Corona-Stab daher folgende Vereinbarungen getroffen:

  • In den Osterferien findet kein Homeschooling mit täglichen Aufgabenstellungen statt. Fast alle SchülerInnen haben Langzeitaufgaben erhalten, die sie in den Osterferien weiter verfolgen können und sollten.
  • Ohne gesicherte Erkenntnisse gehen wir erstmal davon aus, dass nach den Osterferien am 16. April 2020 die Schulschließung nicht aufgehoben sein wird. Auf diesen Fall stellen sich die LehrerInnen ein und feilen an ihrem Homeschooling-Angebot weiter. Auf Klassenebene wird der Versuch unternommen, koordinierte Tages- und Wochenpläne abzustimmen.
  • Vieles wird sicherlich auch dann über eMail-Kommunikation gehen. Die Lehrerkonferenz als Zoom-Videokonferenz gestern hat aber auch viele LehrerInnen angeregt, sich in das Hilfsmittel einzuarbeiten und dieses zumindest in Mittel-und Oberstufe verstärkt einzusetzen. Weiterhin bereitet die Schule mit Unterstützung engagierter Eltern gerade den Einsatz eines klassenbezogenen Dateiaustauschsystems Es kann nicht mit Sicherheit versprochen werden, dass es am 16. April einsatzfähig ist, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran.
  • Elternhäuser, die Unterstützung benötigen, um technische Voraussetzungen für Homeschooling zu schaffen, mögen sich bitte per Mail über rosin@frei-waldorfschule-bremen.de an den Corona-Stab wenden.
  • Zu den Abschlüssen (MSA, Abitur) haben wir keine neuen Informationen aus der Bremischen Bildungsbehörde. Sobald wir diese - auch während der Osterferien -  erhalten, informieren wir Sie unmittelbar über eMail.
  • Wir bieten nach wie vor Notbetreuung für möglichst klein zu haltende Gruppen von Kindern der Klassenstufen 1 -8 an, deren Erziehungsberechtigte zur Aufrechterhaltung der sogenannten kritischen Infrastruktur dringend an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Wenn Sie nach den Ferien Bedarf haben und zu den einbezogenen Berufsgruppen zählen, melden Sie Ihre Kinder mit genauer Berufsangabe und mit Tag und Dauer des Betreuungsbedarfs per Mail unter rosin@freie-waldorfschule-bremen.de an. Wir haben entsprechende Listen zu führen und der Behörde zu übergeben. Wir sind ausdrücklich angehalten die Notbetreuung auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und kleine Gruppen zu bilden. Natürlich möchten wir aber unsere Eltern und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unterstützen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, ggf. auch außerhalb der eigentlich von der Schule zu verantwortenden Zeiten.

Wir bemühen uns, Sie über Mails und die Homepage der Schule immer aktuell zu halten. Wenn Sie Anliegen haben, melden Sie sich bitte auch während der Ferien über die eMail-Adressen susanne.rosin@freie-waldorfschule-bremen.de oder kontakt@freie-waldorfschule-bremen.de.

Noch eine Bitte: Bitte prüfen Sie regelmäßig Ihre E-mails bzw. achten Sie darauf, dass die Postfächer nicht überlaufen. Unser Kollegium erhält immer wieder Fehlermeldungen auf Grund überfüllter Postfächer. Danke vorab!

Wir hoffen, Sie und Ihre Kinder sind alle wohlauf,

mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“, Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten

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1. Informationsbrief

Bremen, 24.03.2020

Liebe Eltern der FWS Bremen Touler Straße,

die erste Woche der Corona-bedingten Schulschließung liegt nun für Sie als Eltern, für Ihre Kinder und für uns als Kollegium hinter uns. Wir alle wurden damit ins kalte Wasser geworfen … und können auf eine Woche schwimmen zurückblicken:

  • Bemühungen: Wir hoffen, dass auch bei Ihnen angekommen ist, dass die Klassenteams bemüht sind, geeignete Aufgabenstellungen zu identifizieren und für das „Homeschooling“ aufzubereiten. In der Regel erfolgt das per eMail mit Texten, Bildern und auch Videobotschaften. In den höheren Klassen wurden mittlerweile auch Skype-Videokonferenzen gestartet, um direkt mit den SchülerInnen in Kontakt zu kommen und unmittelbares Feedback geben zu können.
  • Zu viel – zu wenig? Teilweise haben wir die Rückmeldung erhalten, dass die vielfachen und in den Klassenteams noch nicht überall koordinierten Bemühungen dazu geführt haben, dass zu viele Aufgaben gestellt wurden. In dieser Woche soll das noch koordinierter in den Klassen-Teams laufen; wir hoffen, dass Sie das wahrnehmen können J.
  • Zur Verbindlichkeit der Ausführung der Aufgaben: Die Klassenkollegien gehen natürlich grundsätzlich davon aus, dass alle Aufgaben, die wir Ihren Kindern schicken, auch gemacht werden. Das heißt aber ja nicht, dass ALLES IMMER SOFORT erledigt werden muss. Es liegt auch an Ihnen als Eltern jüngerer Klassen, hier ein sinnvolles, einerseits nicht überforderndes, andererseits nicht zu knappes Maß bei der Bearbeitung zu finden. Wir haben volles Vertrauen, dass Ihnen das gelingen wird. Nebenbei: Wir haben schon von einigen gut laufenden "Homeschooling"-Projekten gehört, vielleicht tauschen Sie sich ja auch untereinander aus...
  • Zu Leistungskontrollen im Homeschooling: Nach Interpretation des Justitiar des Bunds der Freien Waldorfschulen können selbstverständlich auch Leistungsüberprüfungen durchgeführt werden, ohne dass es zu persönlichem Kontakt kommt (Referate per Video, Präsentationen, schriftliche Ausarbeitungen, ...). Wir schließen uns dieser Interpretation an. In welchem Maße das in Bewertungen einfließen kann, wird uns sicherlich später noch von der Bremer Schulbehörde mitgeteilt. Dies gilt natürlich auch für anstehende Abschlüsse: Dazu gibt es noch keine Informationen der Behörde. Wir halten Sie natürlich dazu auf dem Laufenden.

Zur zeitlichen Perspektive der Schulschließung kennen wir auch nur wie Sie die aktuelle Ordnungsverfügung. Wir stellen uns aber darauf ein, dass die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Schulschließung nach den Osterferien groß ist, für wie lange auch immer. Vor diesem Hintergrund prüfen wir gerade den Einsatz von Dateiaustauschprogrammen nach Klassen, des Videokonferenzsystems Zoom und einer digitalen Lernplattform. Die Entscheidung über den Einsatz dieser Systeme fällt bis Anfang der Osterferien, so dass das Kollegium diese neuen Unterstützungsangebote in den Osterferien erproben kann.

Wir bieten nach wie vor Notbetreuung für möglichst klein zu haltende Gruppen von Kindern der Klassenstufen 1 -8 an, deren Erziehungsberechtigte zur Aufrechterhaltung der sogenannten kritischen Infrastruktur dringend an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Wenn Sie Bedarf haben und zu den einbezogenen Berufsgruppen zählen, melden Sie Ihre Kinder mit genauer Berufsangabe und mit Tag und Dauer des Betreuungsbedarfs per Mail unter susanne.rosin@freie-waldorfschule –bremen.de an. Wir haben entsprechende Listen zu führen und der Behörde zu übergeben.

Wir sind ausdrücklich angehalten die Notbetreuung auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und kleine Gruppen zu bilden. Natürlich möchten wir aber unsere Eltern und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unterstützen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, ggf. auch außerhalb der eigentlich von der Schule zu verantwortenden Zeiten.

Wir bemühen uns, Sie über Mails und die Homepage der Schule immer aktuell zu halten und wir werden Sie Ende dieser Woche sicherlich noch einmal mit neuen Informationen versorgen. Im Übrigen weisen wir darauf hin, dass unser Schulgebäude in der Regel aus Sicherheitsgründen geschlossen ist. Sollten Sie etwas benötigen oder hinbringen bzw. abholen müssen: Am Freitag, 27.3.2020 ist das Schulgebäude auf jeden Fall  zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr geöffnet.

Noch eine Bitte: Bitte prüfen Sie regelmäßig Ihre e-mails bzw. achten Sie darauf, dass die Postfächer nicht überlaufen. Unser Kollegium erhält immer wieder Fehlermeldungen auf Grund überfüllter Postfächer. Danke vorab!

Wir hoffen, Sie und Ihre Kinder sind alle wohlauf,

mit freundlichen Grüßen vom „Corona-Stab“

Insa Hahnel, Susanne Rosin, Oliver Kern, Martin Karsten